Die Auswahl des richtigen FreeBites
Inhalt:
1. Der FreeBite: medium, high und classic
1. Der FreeBite: medium, high und classic
Gemeinsam decken FreeBite Bisskissen ein sehr breites Spektrum ab. Der FreeBite medium/high ist für einige CMD-Patienten zunächst vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, hat aber auch das Potential, einen größeren therapeutischen Effekt zu erzielen, da die Form dafür konzipiert ist, die hinteren Backenzähnen optimal abzustützen, um Kiefergelenke zu entlasten. Jedoch wird diese Keilform des FreeBite medium/high nicht benötigt, wenn keine Kompression der Kiefergelenke vorliegt.
Für einen Test richtet man sich gerade auf, verdreht dabei nicht den Kopf oder Körper und blickt geradeaus. Nun öffnet man den Mund ein paar Male weit und lässt den Unterkiefer dann schweben. Während man ihn nun ganz sachte schließt, achtet man auf die erste Berührung, die sich zwischen oberen und unteren Zähnen einstellt. Finden die hinteren Backenzähne Kontakt, ohne dass man „nachdrücken“ muss, so sind die Kiefergelenke wahrscheinlich nicht sehr komprimiert und man kann einen FreeBite classic wählen. Kommt man hingegen weiter vorne auf, vielleicht gar auf den Schneidezähnen, so dürften die Kiefergelenke komprimiert sein und man wählt am besten einen FreeBite medium. Sollte sich dieser dann in seltenen Fällen als zu niedrig erweisen, so kann man einen FreeBite high versuchen.
Der FreeBite medium weist nur eine leichte Keilform auf, der FreeBite high hingegen eine ausgeprägtere bei deutlich mehr Höhe. Der FreeBite high erzeugt ein etwas weicheres Bissgefühl mit einem großen Federweg, ist aber herstellungsbedingt nicht ganz so stark belastbar wie der FreeBite medium, sodass man ihn nicht maximalen Bisskräften aussetzen sollte.
Zu Anfang ist es durchaus normal, wenn man ein gewisses Bedürfnis verspürt, mit den Zähnen auf dem FreeBite zu pressen. Das liegt an der starken Stimulation, die der FreeBite ausübt, die anfänglich manchmal als Fremdkörpergefühl, seltener sogar als ermüdend empfunden wird. Deswegen raten wir vor allem anfangs dazu, leichte Kaubewegungen auf dem FreeBite auszuführen, den Unterkiefer in lockerer Bewegung zu halten und erst schrittweise die Tragezeiten langsam auszudehnen. Sollte sich das Bedürfnis, mit den Zähnen auf den FreeBite zu pressen, dennoch nicht nach ein paar Tagen gelegt haben, so ist es meist besser, auf eine andere Variante (z.B. soft/air) oder auf ein anderes Kissen (z.B. FreeBite classic) umzusteigen.
FreeBite medium
FreeBite high
FreeBite classic
2. Die Füllung: air und gel
Klassische Bisskissen kennt man nur mit einer Füllung: Flüssigkeit. Das liegt daran, dass sich einfache Folienkonstruktionen kaum anders herstellen lassen. Beim FreeBite ist die Hülle hingegen ein Formteil mit einer gewissen Eigenstabilität, sodass sie ohne Flüssigkeit nicht in sich zusammenfällt – erstmals ist so nun auch eine Luftfüllung möglich.
Ein flüssigkeitsgefülltes Bisskissen gibt nach, bis sich die Hülle an die Zähne angeformt hat. Danach lässt sich die Flüssigkeit nicht mehr komprimieren. Anders bei Luft: Sie ist auch danach noch nachgiebig! Das resultiert in einem größeren Federweg, der zum Bewegen und Spielen anregt und besonders auch diversen CMD-Übungen entgegenkommt. In den meisten Fällen empfehlen wir daher besonders für den FreeBite medium und high den Einstieg in der luftgefüllten air-Variante.
Der FreeBite medium sowie classic mit Luftfüllung kann mit einem kräftigen Biss weit genug zusammengedrückt werden, dass sich die Hüllen berühren. Durch seine Eigenelastizität entfaltet er dennoch seine Wirkung. Da sich die Flüssigkeitsfüllung nicht komprimieren lässt, fühlt sich ein FreeBite mit gel-Füllung bei gleicher Höhe im Mund womöglich etwas höher an, als ein FreeBite mit air-Füllung.
3. Die Hülle: soft und solid
Neuerdings stehen zwei unterschiedliche Hüllenmaterialien zur Auswahl: Die herkömmliche, etwas festere Variante „solid“ sowie die deutlich weichere Ausführung „soft“. Beide Varianten unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Oberflächenstruktur und vermitteln dadurch bereits beim ersten Kontakt ein unterschiedliches Gefühl. Gerade Einsteiger empfinden die „soft“-Hülle häufig als besonders angenehm, da sie sich anschmiegsam und griffig anfühlt. Bei vorhandenen Zahnlücken kann hingegen die festere Hülle des FreeBite „solid“ für einen stabileren Ausgleich sorgen.
Mit der Zeit passt sich die Hülle der FreeBites leicht an die Zähne an – ähnlich wie ein neuer Schuh, der sich zunächst einläuft. Durch die Nutzung formen sich die Zähne minimal in das Material ein, wodurch die Hülle an den Kontaktstellen elastischer wird und der Tragekomfort weiter zunimmt.